Feb 22 2008
Semesterbeginn
Leider sind die Ferien schon wieder vorbei und das neue Semester hält Einzug. Es ist schwierig nach Partyferien den Bio-Rhythmus wieder in “Tag-Arbeiten und Nacht-Schlafen” zu bringen. Für mich war es auf jeden Fall so, dass ich mich wie ein Kind fühlte, dass im kalten Nass ausgesetzt wurde.
Nur war dieses kalte Nass ein riesiger Ozean und kein Land in Sicht. Und währe da irgendwo Land, auch dieses würde immer weiter weg rücken. So besteige ich mein knallrotes Gummiboot, welches mehr als schlecht schwimmt, Löcher mit Pflaster wenig motiviert repariert wurden und es mehr nach einer toten Qualle aussieht. Zudem habe ich überhaupt keine Erfahrung in der Seefahrt und der Navigator ist ertrunken.
Habe ich schon erwähnt, dass ich irgendwie keine Lust auf Schule habe? Denn mein Körper schreit schon jetzt nach einer Auszeit von den kryptischen Aussagen meiner Dozenten. Es ist nicht so, dass die Vorlesungen nicht interessant wären, aber wer mag sich schon morgens um acht Uhr in eine Vorlesung über Kryptographie oder Stochastik quälen? Ja genau, niemand. Und immer mehr drängt sich der Gedanke auf, dass was ich hier lerne, mir vielleicht in meiner Zukunft (also einmal in fünfzig Jahren), von Nutzen sein könnte. Aber bestimmt nicht mehr.
Hätte ich doch Journalismus oder irgendwas mit Physiologie studiert. Dann könnte ich mich wenigstens an den weiblichen Mitstudentinnen ergötzen, wenn mich der Anblick meines Dozent wieder mal ankotzt. Aber nein, ich muss ja was studieren, was nur Männer studieren.
