Mrz 13 2008
Party
Hatte letzte Woche Geburtstag, deshalb musst auch eine Party sein. Normalerweise feiere ich in einem Club mit Bands und so… Leider hatte ich nicht allzuviel Geld, also Party in der WG.
Eingeladen hatte ich auf 19:00 Uhr, da kamen auch bereits zwei Leute… Super, zwei Leute, mein Mitbewohner und ich. Ich machte mir bereits sorgen, dass das gekaufte Bier (für ca. CHF 300.-) keinen Konsumenten findet. Aber es kam natürlich wieder anders. So ab 21:00 Uhr waren ca. 50 Leute in der kleinen 3,5-Zimmer.Wohnung und der Sound dröhnte und das Bier kühlte die trockenen Kehlen. Natürlich hatte jeder Gast noch etwas zu trinken mitgebracht und so hatten wir einen feucht frohlichen Abend. Ab und zu schaute ein verägerter Nachbarkopf vom Balkon hinuter, aber er sagte nichts, deshalb gingen wir auch von keinen Problemen mit dem Lärm im Garten aus.
Um ca. 04:00 Uhr hatte sich die Party tot gelaufen und nur noch ungefähr zehn Personen hingen rum. Der Sound war auch schon auf Minimalniveau und keiner feierte mehr draussen… Und da klingelte es an der Tür. Mein Mitbewohner öffnete die Tür, da ich gerade abwesend war (liebe Schönheit, bitte entschuldige, es war mir einfach etwas zu viel.). Ein freundliche Polizist stand vor der Tür und fragte meinen verdutzen Mitbewohner ob er einen gewissen C.W. (Name allen Anwesenden bekannt.) kenne. Mit schweren Herzens bejahte er dieses.
Nun liebe Leser, ihr fragt euch an dieser Stelle vielleicht was passiert ist, da mittlerweile keine Lärmemissionen stattfanden. Der Herr C.W. hatte sich schon seit 01:00 Uhr aus meinem Horizont und Wohnung verabschiedet. Allerdings hatte er sich im Treppenhaus einen Stock höher zur Ruhe gesetzt und hatte irgendwann wieder das Bedürfniss in meine Wohnung zu kommen. Also klopfte (oder besser er hämmerte) an jede Tür (ausser an unsere) und entledigte sich seines Bieres auch noch im Treppenhaus (keine Kotze… schlimmer…Pisse). Die verängstigten Nachbaren ruften natürlich die Polizei.
Resultierend waren natürlich verängstigte Nachbaren und eine wütende Gensnossenschaftsverwaltung. Naja, dies haben wir mittlerweile geklärt, der Herr C.W. hat sich bei den Nachbaren entschuldigt und wir warten auf unsere Verwarnung von der Verwaltung (Normalerweise folgt bei dieser Genossenschaft auf solche Dinge eine Kündigung => Glück gehabt.) .
Wie auch immer, wir vergnügten uns noch bis 07:00 Uhr und verhalfen dann den letzten Gästen zur Tür. Amüsiert haben wir uns noch die ganze Zeit über die Polizei, die dem Anrufer sagte, dass es in der Schweiz eigentlich üblich ist, zuerst auf die Ruhestörer/Nachbaren zu zu gehen und deswegen nicht die Polizei zu belästigen (die armen Schlümpfe… Sooooo viel Arbeit).
Wir lachen noch heute uns über den Vorfall halb tot.. Und der Verwaltung schicken wir ein bisschen Anthrax.
