Jul 11 2008

Lieben, Leiden & Leben

Um diesen Eintrag zu beginnen muss ich unbedingt ein paar Fragen stellen (Sorry):

Ist jeder Mensch dazu verdammt für immer allein zu sein? Was ist Liebe? Und was bringt Liebe? Bringt Liebe was, wenn man nicht zusammen sein kann? Wieso wird die Liebe immer so hoch gelobt, wenn Sie doch ganze Welten zerstören kann?

Zurzeit steh ich mit der Liebe auf Kriegsfuss. Extrem auf Kriegsfuss sogar. Am liebsten würd ich Liebe verbieten. Aus vorbei, nix da, Sie soll abhauen und zwar für immer und ewig. Keine Liebe, keine Gefühle, keine Probleme. Oder seh ich das falsch? Mein Problem ist, ich liebe. Und wie ich liebe. Ich liebe intensiv und wirklich. Und wie vorhin schon gesagt, genau DAS ist das Problem. Würden wir Menschen nicht lieben, wer alles viel einfacher. So leicht könnte das Leben sein. Ein weiteres Problem ist, auch ich werde geliebt. Und das auch noch von der Person die ich liebe. Und jetzt fragt ihr euch: Was hat die überhaupt für ein Problem? Sie sollte doch glücklich sein. Und nun zurück zur einten Frage: Was bringt Liebe wenn man Sie doch nicht ausleben kann, bzw. nicht zusammen sein kann? Meiner Meinung nach nix. Ok, es gibt verschiedene Liebe. Ich liebe auch andere Menschen, aber mit denen will ich nicht zusammen sein, ich will nur das Sie glücklich sind. Selbstlose Liebe? Wer weiss.

So und nun hab ich genug geklagt und gejammert. Ich liebe und ich leide. Wie tausend andere Menschen auf dieser Welt auch. Und das Leben geht trotzdem weiter… Und irgendwann gibt es eine Zeit in der ich entweder diese Liebe vergessen habe oder eine neue Liebe gefunden habe, die genauso intensiv ist, aber die auch funktioniert.

 


Jun 14 2008

Nur für dich

Tag: Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 5:34 am

Dieser Thread soll nur einer Person dienen. Einer Person der ich so nah war, dass die Distanz jetzt eine Unendlichkeit bereitet. Diese Person hat mir so viel bedeutet, doch die Zeit hat mir die Sehnsucht nicht stillen können. Diese Persönlichkeit war es, die meinem Leben Bedeutung schenkte. Aus dem Sein wurden das Gefühl der Vollkommenheit und ein Gefühl der Geborgenheit. Etwas, was mein Innerstes mit Glückseligkeit füllte. Etwas, dass mich mit Träumen überschwemmte, deren Sanftheit und Liebe mich mit den ersten Strahlen eines neuen Tages erfüllte. So blieb die Zeit in ihrer Zweisamkeit ein flüchtiger Traum und desto mehr sich der Morgen ankündigte, so deutlicher wurde klar, dass Liebe nicht reicht.

Die Liebe schwindet nach und nach. Sie braucht Unterhaltung und Vertrauen. Das Vertrauen war da, auch die die Unterhaltung. Dennoch nicht genug. So war die Unterhaltung in ihrem Kontext eine Farce, nur um der Liebe willen. Die Kommunikation war ein Brachland, dessen Wert nur die Erhaltung war. Gerne hätte ich mich, im Rückblick, mehr dafür eingesetzt. Doch hätte ich nur eine Rückblende erfahren.

Was gelebt wurde, ist nicht mehr lebendig zu kriegen. Aber noch immer vermisse ich es. Die Wärme, tausender Sonnen, einer Million der liebevollsten Küsse und einer Unendlichkeit der Nähe. Noch immer verzeihe ich mir nicht, dass ich eine solche Persönlichkeit fallen lassen habe.

Treffe ich diese Person wieder, so bleiben mir die Worte im Halse stecken. Die Grammatik setzt aus. Und so verzichte ich auf Gespräche, Antworten und Gefühle. Es tut mir so leid. Du weisst was ich dir sagen will…

Dieser Thread ist alleine für dich, nur für dich.


Mai 20 2008

Selbstlos

Tag: Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 8:36 am

Vielleicht haben die letzen Beiträge von mir den Eindruck hinterlassen, dass ich nahe am Abgrund stehe. Das kann wohl auch stimmen, aber über den Abgrund ist ein Seil gespannt. Ein jeder sollte aber wissen, dass ich Seiltänzer bin. Wohl der beste meiner Sorte. Ich kann auch jede Tiefe mit einem Bindfaden überwinden. Ich werde schwanken, es wird so aussehen, als würde ich jederzeit fallen, aber wenn dann, keine Sorge: Ich kann fliegen.

Trotzdem möchte ich noch über eine Sache schreiben, die mir am Herzen liegt. Etwas was ich schon lange loswerden sollte, etwas was ich nie gesagt habe und hoffentlich nie wieder sagen wollte. Natürlich geht es um die Sache, um die sich das Leben eines Jeden dreht. Dem Einem oder Anderen wird es dämmern. Es ist das was jeder will, was ein jeden am Leben erhält. Klar die Liebe (Was alles andere beinhaltet: Hoffnung, Freude, Trauer, Scheitern, Erfolg, usw).

So manche Liebe hat mich getroffen, erreicht und verpasst. Aber immer, wenn ich das Beste in meinen Armen habe, so habe ich Angst um es. Denn nicht meine Liebe zur der holden Weiblichkeit wird zum Problem, sondern ich. Meine Persönlichkeit und mein Verhalten. Es zerstört die Geliebte nach und nach. Mein Schicksal und meine destruktive Lebensweise wird projetziert auf mein Gegenüber. Das ist ja das Tragische an der Liebe. Ist sie so stark, so werden alle Gefühle auf das meiner Wichtigste transferiert. Darum entscheide ich so wie immer. Ich verzichte.

Denn die wahre Liebe ist stets selbstlos. Und der grösste Liebesbeweis ist noch immer der Verzicht… Oder?


Mai 19 2008

Ist so, bleibt so

Tag: Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 2:10 am

Hast du noch etwas dazu zu sagen? Also ich meine zum Leben? Irgendwas intellektuelles, fundiertes oder philosophisches?

Ja, Liebe ist scheisse!


Mai 13 2008

Inklusiv

Tag: AlltäglichesAngro Muftuoglu @ 1:31 am

Wie schön tönt es in der Werbung, wen ein All-Inklusiv-Packet angeboten wird. Doch ist alles inklusive? Da kaufe ich einen Drucker der alles beinhalten soll. Doch sowohl das Drucker Kabel fehlt auch ist die Qualität nicht inklusiv. So muss ich immer wieder neue Tinten-Patronen oder Toner bestellen. Natürlich gibt es auch so ein Parade-Beispiel bei dem gar nichts und überhaupt nichts inklusiv ist. Das Leben. Natürlich wird ein Erleuchteter behaupteten, dass das Leben alles bietet, was verlangt werden kann. Jedoch kann man von jemandem der nichts fordert, nicht verlangen, dass er begreift was das Leben für Möglichkeiten haben möchte. So ist auch das wichtigste im Leben nicht inklusiv: Die Liebe.

Gerne möchte man einen Vertrag bei Geburt unterzeichnen, dass die Liebe einem fortwährend begleiten wird. Denn sie muss umworben und gepflegt werden. So verhält sich aus das Glück. Wie die Liebe kommt es nicht alleine. Man kann nicht einfach von sich aus glücklich sein oder einfach so geliebt werden. Man könnte hierbei jedoch entgegnen, dass die Mutter das Kind einfach so liebt. Aber dies beruht nur auf Gegenseitigkeit. So verschafft das Lächeln des Kindes der Mutter Glück und umhüllt ihr Herz mit innigster Liebe. Viele Kinder werden aber niemals das Lächeln und die Wärme der Mutter spüren. Beim Vertrag zum Leben, haben diese nicht dieselbe Verhandlungsbasis gehabt, wie andere Kinder.

Auch eine mit der Liebe ihrer Mutter ausgestattete Person, wird früher oder später mit der Situation konfrontiert, dass sie die Liebe einer Person benötigt, die nicht nur von des seinen Angehörigen kommt. So will ein Jeder jemanden, der ihm das benötigte liefert. Man könnte hierbei (so wie ich vorhin) von einer Art Vertrag im Sinne des Obligationenrechts liefern, aber jeder der ein besseres Verständnis vom Leben als Frankenstein hat, wird dieses Denken ablehnen.

Dennoch ist die Liebe ein geben und nehmen (wie die meiste Verträge) und erfordert einem Lebewesen alles ab, was es zu bieten hat. Ist man erst in den Bund der Liebe eingegangen, so ist es eine stete Anstrengung und auch das Glück möge nicht fortwährend und inklusive sein. Die Liebe erwartet und kann verfliegen und hinterlässt nach ihrem Ende meist kein Lächeln. Sie hinterlässt die Kehrseite des Glückes. Die Trauer und die Tränen werden von Tropfen zu Bächen und dann zu reissenden Flüssen um anschliessend endlich im Ozean die Ruhe zu finden. Doch auch dort türmen sich die Wellen und lassen vermissen und wieder und wieder den Regen fallen, der an die verflossene Person erinnert. Diese Wogen können sich so weit aufschwingen, dass bald einmal auch die schönsten Strahlen der Sonne an das Gewesene erinnert und sich Glück in Trauer wendet.

Inklusiv ist nichts. Besonders nicht beim Leben. Die Liebe, die eigentlich ureigenste Form des Glückes, garantiert nicht, dass das sie das Glück beinhaltet. Sicher nicht auf Dauer. So kommt man wohl auch zum Schluss, dass nichts von Dauer ist. Gar nichts. Auch nicht dasjenige, welches ewiges Glück verspricht.


Apr 17 2008

Das Mächtigste

Tag: PoesieAngro Muftuoglu @ 1:36 am

Sie kommt und sie geht,
sie ist der Schatten der Welt,
die Flamme die in dem Wind weht,
es gibt Keinen, der sie nicht auf erhellt.

Die Schritte der Zeit sind ihr Tod,
aber der Moment bleibt immer unvergessen,
wenn man fühlt das barmherzige Rot,
dennoch hat sie den Menschen Geist besessen.

Sie ist wie eine Wolke so frei,
fängt man sie ein braucht es stetiger Wind,
damit sie nicht bleibe einerlei,
und sei immer so wie ein junges Kind.

Sie ist nicht messbar wie das Lot,
nicht greifbar für einen Barden,
aber für den einen die Not,
für den anderen das Glück auf Erden.

Sie ist der höchste aller Kogel,
das allumfassende weltliche Getriebe,
mächtiger als jeder Donnervogel,
es ist… ja… es ist die ehrliche Liebe.


Mrz 11 2008

Der Kassandra Effekt

Tag: Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 1:18 am

Meist erkenne ich was mein Gegenüber fühlt, bevor es weiss, was es fühlt. Tönt ein bisschen nach Telepathie, aber ist so. Bei Menschen ist dies fast noch einfacher als bei Tieren, denn trotz der Komplexität ihrer Gefühle ist der Mensch viel berechenbarer. Ich spüre, ich sehe was mein gegenüber fühlt, doch kann mit diesen Informationen meist nichts anfangen.

Kennt ihr die liebe Frau Kassandra? Diese Dame stammt aus der griechischen Mythologie und bekam vom Gott Apollon die Gabe der Hellseherei da er sich in sie verliebt hatte. Da Kassandra aber Apollon verschmähte, verfluchte dieser sie. So glaubte keiner ihrer Weissagungen.

Fast könnte ich meinen, dass ich auch verflucht bin. So mag ich jedes Herz fühlen, nur meines nicht. Ich erkenne, mein Gegenüber, aber dies bringt mir nichts, solange ich mich nicht selbst kenne. So träume ich nachts von den gebrochenen Herzen, denen ich zwar meine Liebe schenken konnte, aber nicht die Liebe zu mir. Du kannst nicht Lieben, wenn du dich nicht selbst erkennst.

Ich bitte alle um Verzeihung. Die Erkenntnis, scheint bei mir kein Wissen zu tragen.