Jul 11 2008

Lieben, Leiden & Leben

Um diesen Eintrag zu beginnen muss ich unbedingt ein paar Fragen stellen (Sorry):

Ist jeder Mensch dazu verdammt für immer allein zu sein? Was ist Liebe? Und was bringt Liebe? Bringt Liebe was, wenn man nicht zusammen sein kann? Wieso wird die Liebe immer so hoch gelobt, wenn Sie doch ganze Welten zerstören kann?

Zurzeit steh ich mit der Liebe auf Kriegsfuss. Extrem auf Kriegsfuss sogar. Am liebsten würd ich Liebe verbieten. Aus vorbei, nix da, Sie soll abhauen und zwar für immer und ewig. Keine Liebe, keine Gefühle, keine Probleme. Oder seh ich das falsch? Mein Problem ist, ich liebe. Und wie ich liebe. Ich liebe intensiv und wirklich. Und wie vorhin schon gesagt, genau DAS ist das Problem. Würden wir Menschen nicht lieben, wer alles viel einfacher. So leicht könnte das Leben sein. Ein weiteres Problem ist, auch ich werde geliebt. Und das auch noch von der Person die ich liebe. Und jetzt fragt ihr euch: Was hat die überhaupt für ein Problem? Sie sollte doch glücklich sein. Und nun zurück zur einten Frage: Was bringt Liebe wenn man Sie doch nicht ausleben kann, bzw. nicht zusammen sein kann? Meiner Meinung nach nix. Ok, es gibt verschiedene Liebe. Ich liebe auch andere Menschen, aber mit denen will ich nicht zusammen sein, ich will nur das Sie glücklich sind. Selbstlose Liebe? Wer weiss.

So und nun hab ich genug geklagt und gejammert. Ich liebe und ich leide. Wie tausend andere Menschen auf dieser Welt auch. Und das Leben geht trotzdem weiter… Und irgendwann gibt es eine Zeit in der ich entweder diese Liebe vergessen habe oder eine neue Liebe gefunden habe, die genauso intensiv ist, aber die auch funktioniert.

 


Mai 20 2008

Phantom

Tag: Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 1:34 am

Bin nicht der, der ich sein sollte. Bin nicht derjenige, den meine Eltern, Familie, Freunde, Freundinnen und Andere erwartet haben. Bin nicht der, den ich sein will. Bin ich einfach nicht.

Ich bemühe mich doch. Aber ich kann nicht anders. Ich kann nicht die Erwartungen erfüllen, die an mich gestellt werden. Kann nichts erfüllen. Jeden Morgen an dem ich erwache, hoffe ich mich selbst nicht zu enttäuschen. Jeden Morgen, hoffe ich dass wieder Abend ist.

Aber zu Glück habe ich Eltern, Familie, Freunde, Freundinnen und Andere. Deren Lachen bringt mir Glück und Frieden. Deren Glückseligkeit und Erfolg bleibt meine Hoffnung an das Leben, der Anstoss an das Rad der Zeit. Sie sind diejenigen, die mein Leben verflechten, zu einem undurchdringbaren Spinnennetz. Diese Personen sind die Traumfänger, die die Albträume von mir abhalten. Sie schenken mir Zeit und Raum um mich zu entfalten. Sie unterstützen mich und tragen mich. Sie sind immer für mich da.

Auch wenn meine Person mit der Realität kaum in Berührung kommt. Ich bin das Gespenst der verrotteten, heutigen Gesellschaft. Ich bin das Phantom der nie gespielten Oper.


Mai 13 2008

Inklusiv

Tag: AlltäglichesAngro Muftuoglu @ 1:31 am

Wie schön tönt es in der Werbung, wen ein All-Inklusiv-Packet angeboten wird. Doch ist alles inklusive? Da kaufe ich einen Drucker der alles beinhalten soll. Doch sowohl das Drucker Kabel fehlt auch ist die Qualität nicht inklusiv. So muss ich immer wieder neue Tinten-Patronen oder Toner bestellen. Natürlich gibt es auch so ein Parade-Beispiel bei dem gar nichts und überhaupt nichts inklusiv ist. Das Leben. Natürlich wird ein Erleuchteter behaupteten, dass das Leben alles bietet, was verlangt werden kann. Jedoch kann man von jemandem der nichts fordert, nicht verlangen, dass er begreift was das Leben für Möglichkeiten haben möchte. So ist auch das wichtigste im Leben nicht inklusiv: Die Liebe.

Gerne möchte man einen Vertrag bei Geburt unterzeichnen, dass die Liebe einem fortwährend begleiten wird. Denn sie muss umworben und gepflegt werden. So verhält sich aus das Glück. Wie die Liebe kommt es nicht alleine. Man kann nicht einfach von sich aus glücklich sein oder einfach so geliebt werden. Man könnte hierbei jedoch entgegnen, dass die Mutter das Kind einfach so liebt. Aber dies beruht nur auf Gegenseitigkeit. So verschafft das Lächeln des Kindes der Mutter Glück und umhüllt ihr Herz mit innigster Liebe. Viele Kinder werden aber niemals das Lächeln und die Wärme der Mutter spüren. Beim Vertrag zum Leben, haben diese nicht dieselbe Verhandlungsbasis gehabt, wie andere Kinder.

Auch eine mit der Liebe ihrer Mutter ausgestattete Person, wird früher oder später mit der Situation konfrontiert, dass sie die Liebe einer Person benötigt, die nicht nur von des seinen Angehörigen kommt. So will ein Jeder jemanden, der ihm das benötigte liefert. Man könnte hierbei (so wie ich vorhin) von einer Art Vertrag im Sinne des Obligationenrechts liefern, aber jeder der ein besseres Verständnis vom Leben als Frankenstein hat, wird dieses Denken ablehnen.

Dennoch ist die Liebe ein geben und nehmen (wie die meiste Verträge) und erfordert einem Lebewesen alles ab, was es zu bieten hat. Ist man erst in den Bund der Liebe eingegangen, so ist es eine stete Anstrengung und auch das Glück möge nicht fortwährend und inklusive sein. Die Liebe erwartet und kann verfliegen und hinterlässt nach ihrem Ende meist kein Lächeln. Sie hinterlässt die Kehrseite des Glückes. Die Trauer und die Tränen werden von Tropfen zu Bächen und dann zu reissenden Flüssen um anschliessend endlich im Ozean die Ruhe zu finden. Doch auch dort türmen sich die Wellen und lassen vermissen und wieder und wieder den Regen fallen, der an die verflossene Person erinnert. Diese Wogen können sich so weit aufschwingen, dass bald einmal auch die schönsten Strahlen der Sonne an das Gewesene erinnert und sich Glück in Trauer wendet.

Inklusiv ist nichts. Besonders nicht beim Leben. Die Liebe, die eigentlich ureigenste Form des Glückes, garantiert nicht, dass das sie das Glück beinhaltet. Sicher nicht auf Dauer. So kommt man wohl auch zum Schluss, dass nichts von Dauer ist. Gar nichts. Auch nicht dasjenige, welches ewiges Glück verspricht.