Feb 22 2008
Design Matters
Eigentlich ist primär egal was man verkauft. Die Frage ist eher das Wie. So kann man Gammelfleisch, durch den Fleischwolf jagen und Würste daraus machen und diese in einer schönen Packung verkaufen. Erst nach der Millionsten verkauften Wurst, wird vielleicht jemand auf den Inhalt aufmerksam. Ein Paradebeispiel ist Apple (bitte, ich möchte an dieser Stelle keinen Krieg entfachen, auch Apple hat seine Vorteile).
Auch das Gegenteil ist der Fall. So kann ein technisch ausgeklügeltes Produkt ohne die richtige Verpackung nicht an den Mann gebracht werden. Bei mir, gerade heute passiert. Wir haben eine Wissenschaftliche Arbeit abgegeben. Der Dozent meint: „Ungenügend, wenn man es mit den anderen Arbeiten vergleicht.“ Was wir zum Schluss des Gespräches mit ihm festgestellt haben, ist dass wir zwar technisch eine super Arbeit abgeliefert haben, nur die Dokumentation ist sehr schlecht. Vergleicht man aber mit den anderen Arbeiten, so ist der einzige Unterschied, dass wir zu wenige Screenshots gemacht haben.
Denn Screenshots sind super, vor allem wenn man sie farbig ausdruckt. Hallo? Naja, irgendwie stimmt es, anderseits bin ich der Meinung das eine Wissenschaftliche Arbeit, nicht das Niveau von einem Comic haben soll. Aber es wäre eigentlich zu beachten gewesen, dass ein Dozent der keine Ahnung von der Materie hat, lieber Screenshot-Sequenzen hat (mit einer Anleitung: Dann klicken Sie auf weiter und dann setzen sie dort einen Hacken) als Erklärungen zu einem komplizierten Code.
Wie auch immer, wir haben die Chance gekriegt, die Arbeit auf zu peppen und werden das Dokument nun mit Screenshots in den Gigabyte-Äther befördern.
