Aug 06 2008

Zeitschriften – machen mich kirre

Tag: AlltäglichesAngro Muftuoglu @ 6:19 am

Mein Kumpel war vor kurzem krank. So richtig krank. Er musste sogar ein paar Tage im Spital verweilen. Ich habe mir grosse sorgen um ihn gemacht, leider hatte ich jedoch nicht die Zeit um ihn zu besuchen. Zum Glück hat er noch ein paar Kollegen mehr, die ihn besuchen konnten. Diese hatten im um die Langeweile zu überbrücken ein paar Zeitschriften vorbei gebracht. Genauer, das CQ (Gentlemens’s Quarterly), InTouch, InStyle, FHM, und den Playboy.

Seit kurzem liegen diese Zeitschriften bei uns auf der Toilette. Natürlich konnte ich nicht den Drang unterbinden, die Zeitschriften näher zu begutachten. Ich habe als bald, die Zeitschriften grob zuordnen können. Da sind die Zeitschriften für Frauen und welche für Männer. Für eine Person, wie mich, ist es schwierig zu verstehen, dass es Zeitschriften für Männer gibt, die bei näherer Hinsicht auch für Frauen sein könnten und umgekehrt (sagt jetzt nicht ich sei altmodisch, naja, vielleicht neo-altmodisch).

Zuerst habe ich natürlich den Playboy in Augenschein genommen. Ich mag mich noch an die Zeit erinnern, als der Besitz eines Playboy-Magazins als cool galt. Ich hatte schon mehrere in der Hand (vielleicht zum Teil nur in einer ;-) ), aber die Erinnerungen daran sind ganz anders. Vornehmlich erwartete ich Bilder von schönen nackten Frauen und sinnfreie Texte über deren Sexualleben. Aber oh Schock, da werden grösstenteils neue Autos (die sich sowieso kein Schwein leisten kann) präsentiert und ellenlange Texte über etwas, was kein Mensch interessiert. Nein ehrlich, wer erwartet bei Playboy Niveau? Ich auf jeden Fall nicht. Also ich rede nicht vom Niveau der Texte oder einer sexuellen Anstössigkeit. Ich rede eher davon, wieso sich eine Zeitschrift Playboy nennt und nackte Körper auf dem Titelbild präsentiert, aber der Inhalt kaum mit der ehemaligen Ideologie was zu tun hat. Klar, man könnte sich auch eine Sex-Zeitschrift kaufen oder so, denn dort geht es so richtig zur Sache und man erhält was man will. Jedoch sind meine Erwartungen an den Playboy, der immerhin CHF 9.80 kostet, in keiner Weise erfüllt worden.

InStyle war das nächste Heft, welches ich mir verinnerlichte. Hmm… Wohl eher eine Frauenzeitschrift. Mode über Mode. Könnte auch sein, dass der Titel des Magazins verspricht, was es aussagt. Zu meiner Scham muss ich gestehen, dass eine genauere Ansicht mich nicht motivierte. Es ist ein Magazin, dass Frauen versteht (und wie so oft bei Frauen-Zeitschriften von Männern geschrieben). Tratsch hier, Beauty-Tipps hier, Diät-Pläne (die einem die Haare sträuben lassen) und natürlich Infos über die Stars der Welt. Kurzum: Überhaupt nichts für mich.

Das CQ hat mich mit seinem Cover natürlich sofort angesprochen und auch die Themen sich nicht von schlechten Eltern. Dennoch behandeln die Themen Dinge, die dem Normalsterblichen niemals den Weg kreuzen oder so belanglos sind, wie die Rückseite eines Rhinozeros. Gestört hat mich die Aufdringlichkeit der Style Tipps. Wie: „Seitliche Taschen auf Stoffhosen sind praktisch – finden Förster und Angler.“ Was wollen die Leute uns sagen? Verdammt. Wer sich nicht wohlfühlt in seinen Kleidern, kauft welche die ihm passen. Leute, hört nicht auf solche Magazine, sie verderben den Geschmack und der Charakter. Die Werbung suggestiert zudem, dass jeder Leser ein Millionär ist und sich einfach so, eine Armbanduhr für CHF 6000.- oder mehr leisten kann. Seid ihr Meschugge. Diese Zeitschrift ist nur für Personen, die meinen ein Gentlemen ist reich genug um einen solchen Schund zu glauben. Gentleman bedeutet viel eher, zu wissen was falsch und richtig ist und auch dazu zu stehen.

Es gibt da noch dieses Magazin InTouch. Das Klatsch-Magazin schlechthin. Nur schon der Titel: Ohne Tabus. Es gibt eine Vielzahl von Bildern mit Stars, abgebildet in peinlichen Situationen. So gilt aber auch schon ein gähnen in der Öffentlichkeit als beschreibungswürdig. Damned. Ich kann nicht mehr. So ein Schrott. Wer Gerüchte und andere Blödheiten mag, ist mit dieser Zeitschrift bestens bedient. Aber auch jener, der sein Kaminfeuer entzünden will. Natürlich etwas teuer und giftig, aber durchaus zweckdienlich.

Das Beste habe ich mir natürlich zum Schluss aufgehoben. FHM. Ausgeschrieben: For HIM Magazin. Wirklich lustig was die Autoren hier teilweise scheiben, allerdings nur Anfangs. Dann erfolgt ein Abklatsch der Werbe- und Klatschbelästigung, wie die anderen Magazine es auch als heiligen Gral ansehen. Dinge, die niemand kauft, da er es nicht brauchen und leisten kann. Uninteressante Stories über jemanden, von dem ich nur ein Porno- oder Hollywoodfilm (eigentlich dasselbe) kenne und mich ein Dreck interessiert. Ich muss trotzdem gestehen, dass die Mädels, in dieser Zeitschrift, ein schöner Anblick abgeben und es trotzdem das interessanteste Magazin aller Magazine (die auf dem WC liegen) war.

Zum Schluss muss ich gestehen, dass ich beim jedem Erleichterungsgang auf die Toilette mir eine solche Zeitschrift (irgendeine der fünfen) schnappe und mich über die Idiotie der Welt amüsiere. Was ich sagen will: Die Welt braucht mehr hochstehende Literatur in Zeitschritfen (z.b. Comics ;-) ) und noch mehr Zeitschriften, die die Idiotie der Menscheit dokumentieren. Jawohl.


Jul 10 2008

Warnung: Das Leben kann tödlich enden!

Tag: Alltägliches, Gelaber in der ÖffentlichkeitAngro Muftuoglu @ 12:46 pm

Für alles das missbraucht werden kann das Leben zu gefährden oder gefährdet, werden entweder Schilder aufgestellt oder Verbote/Gebote proklamiert. So beschildert man Feuerzeuge, Fernseher, Wasserpistolen, Treppen und Handgranaten. Mit Sätzen die immer mit Achtung beginnen und mit einem Haftungsausschluss enden. Mal ehrlich, wie blöd muss ein Mensch sein um seinen Hund in der Mikrowelle zu trocknen und glauben die Hersteller ernsthaft, dass eine Solche Koryphäe der Idiotie des Alphabetes mächtig ist, um die Warnhinweise zu lesen? Ich denke zwar, dass einige der Hinweise durchaus Sinn machen, doch ein Raucher wird sich von einem Warnhinweis nicht abschrecken lassen.

In der Schweiz ist es seit kurzem so, dass das Militär den Soldaten und weiteren befiehlt ihre Taschenmunition im Zeughaus zu lagern um Mördern und Selbstmördern Einhalt zu gebieten. Diejenigen werden sich bei einer solchen Absicht aber kaum auf die Ordonanzwaffe beschränken um ihre Tat zu vollbringen (klar die Hemmschwelle kann mit einem Messer grösser sein).
So hatte ich letzthin mit einem Kollegen die Diskussion ob es nicht eigentlich egal ist ob die Waffe Zuhause oder beim Staat gelagert wird? Er hatte natürlich seine eigene spezielle Meinung dazu. So sollte seiner Meinung nach, jeder Bürger eine Waffe mit Munition zu Hause haben um sich gegen den „Staat“ erwehren zu können. Natürlich hatte ich hier nur Fragezeichen im Raum schweben sehen können, doch er begründete dies damit, dass der kleine querulantische Mob ansonsten keine Chance gegen die Staatsgewalt hätte. Mittlerweile war ich eine fragwürdige Miene aufgesetzt, dass er die Diskussion abbrach und weiter an seinem Bier nippte. Deshalb sollte ich auch diesen Abschnitt beenden.

Es ist trotzdem fast amüsant, durch welchen Schilderwald und Beschriftungswahn wir jeden Tag begegnen. Reichen diese Schilder einem aufmüpfigen Politiker oder Bürger nicht aus, so wird ein Gesetz erwirkt, anstatt den gesunden Menschenverstand walten und schalten zu lassen. Klar, es gibt immer wieder solche die über keinen Verstand verfügen oder einen der annähernd als Gesund bezeichnet werden kann.

Der Mensch hat im Alltag so viele Gebote und Hinweise zu beachten, dass er sie mehr und mehr ignoriert. Viele Christen haben sogar Probleme mit ihren eigenen Geboten (die ja nur zehn sind). Wir werden mehrheitlich von der Gesetzgebung und den Gefahrenhinweisen überfordert und ich kenne niemanden der tatsächliche alle Gesetze und Hinweise befolgt.

Eigentlich wäre es aber gar nicht so eine blöde Idee, jedem Menschen ein Schild umzuhängen mit Warnhinweisen über seine Person. Schnelle, nein alle Autos sollten verboten werden, da diese Raser fördern, Computerspiele, weil sie süchtig machen können und das Leben, da es tödlich endet. Am besten wir verbieten alles und schlucken jetzt unsere Kapsel Zyankali.


Jul 09 2008

Stirb der Blog?

Tag: Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 9:17 am

Vielleicht hat der geneigte Leser es bemerkt, einmal wird viel geschrieben und dein anderes Mal nicht. Es ist so, dass ich nicht immer dasselbe Bedürfnis erfahre, meine halbwegs intellektuellen (nein, sie sind nicht intellektuell) Threads und Erfahrungen loszuwerden.

Der Blog wird auf keinen Fall sterben, aber ich möchte gerne meine Geschichten und Ideen in längeren Abhandlungen niederschreiben und so kann es sein, dass der Blog darunter leidet.

Ich hoffe auf meine Mitstreiter (Razi und Violet), dass sie auch etwas mehr für diesen Blog arbeiten und nicht meist der Name Angro der Ersteller von Threads ist.


Jul 08 2008

Frage

Tag: Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 12:53 am

Nur ganz kurz. Welches Openair soll ich besuchen, das „Frauenfeld“ oder das „Free for Peace“. Das „Frauenfeld“ kostet etwa das Dreifache des Eintrittes für das andere Openair, aber die meisten Kollegen gehen an das „Frauenfeld“. Wohin soll ich bloss gehen?


Jul 07 2008

Umbruch

Tag: Alltägliches, Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 5:16 am

Ein Umbruch ist die plötzliche oder auch langwierige Änderung des momentanen Zustandes. Er kann geplant oder spontan eintreten und kann die Folgen einer Revolution (ja, eine Revolution ist auch ein Umbruch) oder Nichts und überhaupt Nichts bedeuten.

Wichtig ist zu wissen, dass jede Tätigkeit eines Daseins und Nichtdaseins (z.B. ein Stein) Folgen oder ein Umbruch Auswirkungen hat. Man erinnere sich an den Schmetterling der einen Tornado auslösen kann. Klar, der Schmetterling bewirkt kein Tornado, aber ein einziger Flügelschlag kann einen solchen auslösen (sozusagen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt). Auch ein Stein kann eine solche Wirkung haben, so können seine Position und seine Festigkeit über das Entstehen einer Lawine entscheiden. Glaube also nicht, dass du mit Nichtstun nichts auslöst. Etwas radikal gesagt, kann ein Baby, dass bei der Geburt oder im Mutterleib stirbt oder überhaupt nicht entsteht, Dinge beeinflussen, die entweder passieren oder nicht. Jede Handlung und „Nicht-Handlung“ veranlasst die Umgebung, die Personen, das Universum zu einer Reaktion. Demzufolge heisst es nicht Aktion gleich Reaktion sonder Aktion und „Nicht-Aktion“ gleich Reaktion (=> Reaktion ist hierbei aber auch die „Nicht-Reaktion“). Hierbei könnte ich noch auf virtuelle Quanten hinweisen, die plötzlich Real werden können, doch dies geht zu weit und der ganze Abschnitt ist nicht Thema meines Threads (auch wenn er einige Zeilen einnimmt).

Wie auch immer. Ich befinde mich gerade in einem sogenannten Umbruch. Ich sollte mich neu orientieren und neu organisieren. Doch frage ich mich, ob diese Neuorientierung mit meiner Vorstellung meiner Zukunft zusammenpasst und ob ich überhaupt eine Vorstellung habe. Nun, ich möchte etwas anderes als mein jetziges Dasein, dennoch ist die Frage üblich, ob ich diesen Umbruch überhaupt ertragen kann. Um die Wahrheit zu sagen, die neuen Gleise sind verlegt, die Weichen sind beinahe geschaltet.
Wird mich der Zug in das Land wo Milch und Honig fliesst führen oder in den üblichen Verdruss? Werde ich weiterhin im Gleichschritt mit der Gesellschaft gehen oder schwimme ich eigentlich schon immer gegen den Strom? Wird die Welt morgen mit meinem Umbruch genauso aussehen oder ist es sowieso die Frage der Sicht?

Fragen über Fragen. Doch das Leben ist schlussundendlich mein Leben, mein Traum und alles und nichts. Ich werde entscheiden, wie ich das Leben und die Welt sehe und wie sie sein wird. Es ist alles nur mein Gedanke, meine Entscheidung und mein Empfinden. Klar kann jeder sagen: „He ich bin auch noch da, denke auch an die Anderen!“, aber beeinflussen sollte mich dies nicht.

So werden ein Heilliger zum Sünder und ein Terrorist zum Kämpfer des Guten. Es wird alles zur Ansichtssache, die Sicht meiner selbst und ein Umbruch zur geraden Linie meines Selbst. Denn diese Linie kann für einen anderen als Schwankungen aufgefasst werden, doch für mich ist es mein Leben und meine Bestimmung, deren Kontuität und Geradlinigkeit niemand anders als ich bewerten und erfassen kann.


Jun 20 2008

Richtiger Mann

Tag: AlltäglichesAngro Muftuoglu @ 5:53 am

Mal ehrlich meine Herren, wer soll ein richtiger Mann sein? So ein muskelbepackter, schnulziger, eiskalter, liebevoller Neo-Hollywood-Filmstar- und Dolce-Hilfiger-Boss-Model-Mann? So einer der alles kann, den Frauen die Wünsche von den Lippen liest und trotzdem so stark ist, um mit seinem Ego den „Worldleader“ zu beindrucken? Einer der Herzen nicht bricht und trotzdem noch die Zeit hat die Welt zu retten? Ein Mann, der sich liebevoll um die Kinder kümmert und dennoch jeden seiner Kollegen unter den Tisch säuft (nur um nachher mit seiner Freundin/Frau noch shoppen zu gehen).

Gibt es den? Nein… Deshalb hab ich wieder einmal für euch TV geguckt und mein Vorbild (aus meiner Jugend) wiedergefunden. Ja genau, es ist der Homer-Bundy-American-Familiy Mann. Derjenige, der darauf scheisst, was die Weiber wollen. Derjenige, der über hunderte von Arten kennt, sein Bier zu öffnen und sich auch über jede Art der Bieröffnung freut. Er ist das Schwein, das sich so fühlt wie es ist und sich auch nicht dafür schämt. Ihm ist scheissegal was die Familie will (besonders die Familie der Frau) und warum sie auch ausgestorben ist. Er erfreut sich an Kleinigkeiten wie Chips, Bier (schon wieder) und Sex (nur Sex). Ach hab ich Autos und Fussball (naja, sagen wir lieber Hockey) erwähnt? Er ist das starke Geschlecht und erobert Länder und Bartresen im Handumdrehen. Für ihn ist das Vorspiel, das Saufgelage mit seinen Freunden und anderen Unbekannten. Shoppen ist für ihn, dass was… auch wir wissen nicht was shoppen ist. Wir gehen in einen Laden und gehen einkaufen (maximale Aufenthaltszeit: 5min => aber nur wenn die Verkäuferin dicke Möpse hat). Er ist derjenige, der dickere Eier hat als die Welt und Falten ein Ausdruck von Charakter sind.

Er ist aber auch derjenige, dem der Abschnitt oben sehr leid tut und für die holde Weiblichkeit lieber dem Abschnitt ganz oben entsprechen würde.


Jun 18 2008

Der Witz

Tag: AlltäglichesAngro Muftuoglu @ 1:40 am

Ich lache gerne, allerdings nicht jederzeit. So kann ein Witz zu der richtigen Zeit, das Witzigste der Welt sein und in der nächsten Sekunde könnte ich den Erzähler für seine Äusserung töten. Ernsthaft, naja, nicht töten, aber tot schlagen oder ähhm, sagen wir mal todschweigen.  Es gibt Witze, die kann man jederzeit zum Besten geben, andere deren Zeit erst noch kommen muss oder andere die sehr Situationsabhängig sind. So gibt es auch rassistische, sexistische und noch blödere Witze, deren (leider) auch Zeit angebracht sein kann.

Es gibt allerdings Personen, die Witze zum Besten geben, obwohl sogar ein Blinder das Fettnäpfchen kommen sieht oder halt fühlt, welches grösser als der atlantische Ozean ist. Also Personen die ein Blickfeld mit dem Radius von Null haben und meinen „hier“ schreien zu dürfen. Das sind solche Personen, die Witz an Witz reissen und nicht merken, dass sie schon lange im Minenfeld stehen. Anstatt die Klappe zu halten, haben diese Personen nichts Besseres vor, als weitere meist fragwürdige und niveaulose Witze von sich zu geben.

Apropos Niveau. Nicht immer muss der Witz Niveau enthalten, dennoch sollte er sich dem Umfeld anpassen. So ist Beispielsweise ein sexistischer Witz in der Runde von Frauen (als einziger Mann, auch nicht wenn es zwei Männer sind) meist nicht angebracht, dennoch mag ein solcher Witz in der richtigen Situation (Blöderweise meist dann, wenn die hoheitliche Weiblichkeit Betrunken ist.) ein Gelächter erwirkt, welches Berge versetzen kann.

Es ist noch aber wichtig anzumerken, dass ein Lachen von den Lachenden nicht immer ehrlich gemeint ist. Lachen ist eine Sympathiebekundung an dem Gegenüber. So kann ein Mann einer Dame (oder umgekehrt, oder auch anders ;-) ) ein Witz erzählen und diese lacht, obwohl sie den Witz eigentlich überhaupt nicht lustig findet, da sie ihn eigentlich nur süss oder sympathisch findet.. Dies ist auch in Gruppen zu beobachten, die eine gewisse Dynamik entwickelt haben. In einer fortschreitenden Gruppendynamik, kann es für die Gruppe lustig sein, andere Personen zu diskriminieren oder sie sogar zu schlagen. Woher kommt dies allerdings?

Für eine Gruppe ist es essentiell, dass der Zusammenhalt bestehen bleibt. Die Gruppe ist stets bemüht, die Gruppe und die Individuen zu bestätigen. Würde jemand aus der Gruppe einen Witz nicht lustig finden, so grenzt er sich aus. Er wird als schädigend erachtet. Es kommt aber vor, dass sich jemand in der Gruppe auflehnt und auch so als Gruppemitglied bestätigt wird. Jetzt hier genug von der Gruppendynamik, da ich dies lieber Sozialpsychologen überlasse, über deren Hergang und Abgründe zu urteilen.

Ein Witz muss immer sehr gut gewählt sein, denn nicht jeder Witz kommt beim Gegenüber gleich gut an, als bei einer anderen Person. So empfinden andere Nationalitäten, Geschlechter oder Gruppen für einen auch guten Witz (aus meiner Sicht) nicht dieselbe Akzeptanz, wie wiederum andere.

Also merkt euch eines. Ein Witz erfreut nicht jeden und kann einen Flächenbrand verursachen. Hört aber dennoch nicht auf Witze zu reissen.


Jun 17 2008

Weg hier

Tag: PoesieAngro Muftuoglu @ 7:02 pm

Starre den Himmel an,
zähle die Sterne,
schau solange ich kann,
erwarte die Ferne.

Besuche die Welt der Fremden,
und lebe auf meine Weise,
werde euch ab und zu eine Nachricht senden,
wenn auch nur ganz Leise.

Doch der Start der Rakete habe ich verpasst,
was dem Leben auch keinen Abbruch tat,
so hat mich Glück und Freude erfasst,
und bleibe des Luzifers Saat.


Jun 17 2008

Mathematik

Tag: VollzeitarbeitsloseAngro Muftuoglu @ 6:19 pm

Mathematik bedeutet „die Kunst des Lernens“ (altgriechisch) und beinhaltet das joglieren oder halt “rechnen” mit Zahlen und Formen (Kleine Anmerkung: Das Rechnen hat mit der Mathematik soviel zu zu wie die Druckertinte mit dem Journalismus.). Lustigerweise gibt es laut ‚wikipedia.org‘ keine allgemein anerkannte Definition des Wortes Mathematik. So wundert es auch nicht, dass gewisse Dinge der Mathematik uns in der Primarschule verboten werden. Wie zum Beispiel das Teilen durch Null. Das ist absolut verboten, hatte man uns eingetrichtert. Doch in höheren Schulen erfahren wir dann, dass das Teilen durch Null nicht verboten ist, sondern schlichtweg nicht definiert.

Die Mathematik ist im eigentlichen Sinne auch keine Naturwissenschaft, da sie nicht auf Beobachtungen oder Experimenten beruht. Dennoch versuchen jetzt Mathematikphilosophen (ja, so was gibt’s, unglaublich nicht… oder nicht definiert?) das Gegenteil zu behaupten. Da ich kaum auf zehn zählen kann, möchte ich in eine solche Diskussion nicht eingreifen. Dennoch möchte ich noch einen Satz von Jackob I. Bernoulli dazu zitieren: „Jede Wissenschaft bedarf der Mathematik, die Mathematik bedarf keiner.“ Naja, der Typ hat sich ja auch massgebend der Entwicklung der Wahrscheinlichkeitstheorie beigetragen.

Und da gibt es ja noch die sieben ungelösten Rätsel der Mathematik. Für die Lösung eines dieser Rätsel hat das CMI (Clay Mathematics Institute) jeweils eine Million Dollar in Aussicht gestellt. Ich möchte jetzt nicht jedes erklären, da selbst dies mein Verstand übersteigen würde, dennoch gebe ich eine kurze Auflistung:

  • Die Riemannsche Vermutung
  • Die Poincarésche Vermutung
  • Die Vermutung von Hodge
  • Die Vermutung von Birch und Swinnerton-Dyer
  • Problem aus der Optimierungstheorie (P=NP)
  • Die Gleichungen von Navier-Stokes
  • Die Gleichungen von Yang-Mills

Natürlich gibt es noch mehr ungelöste Rätsel der Mathematik, zum Beispiel die Frage ob es unendliche viele Primzahlenzwillinge (Primzahlen mit der Differenz 2) gibt?
Doch der Laie wird sich zurücklehnen und sich fragen, brauch ich diese Fragen um ein Bier öffnen zu können. Nein, aber vielleicht tragen die Lösungen dieser Rätsel zu einer optimierter Kohlensäureblasenmenge bei. Oder was auch immer.

Etwas habe ich aber schon in meinem eigenen Kosmos definiert, nämlich, dass die positive und negative Unendlichkeit mit der Null endet und folgende Gleichung stimmt.
1*0=0
1 =0/0

Oder…?

P.S. Sollte eine Mathematiker diesen Artikel lesen, so bitte bei meine Unwissenheit zu verstehen und diesen Artikel zu ingnorieren.


Jun 16 2008

EURO

Tag: Gelaber in der ÖffentlichkeitAngro Muftuoglu @ 11:40 pm

Eigentlich schreibe ich ja zu diesen Themen nichts, aber dennoch halte ich es mittlerweile für Notwendig. Nun, es geht um Fussball, genauer um die Schweizer Nationalmannschaft. Ich mag weder Fussball, noch die Euro und schon gar nicht die UEFA. Ich möchte aber jetzt nicht in die Fussstapfen der zigtausenden UEFA Kritiker treten, da man schon zu Beginn der Euro wusste, wie daneben dieser Verein wirtschaftet und die Marktfreiheit mit den Füssen tritt. Egal, es gibt viele ähnliche Unternehmen und so ist zum Beispiel auch eine Kritik an China für die baldige Olympiade total fehl am Platze. Denn auch schon vor acht Jahren wussten wir, was für eine Scheisse dort abgeht und dass das IOC die korrupteste Unternehmung der Welt ist (Sagt jetzt nicht, ihr wusstet dies nicht. Denn diese Arschlöcher [sorry] leugnen sogenannte Spenden und Vorkommnisse nicht einmal). So nebenbei erwähnt, sind die FIFA auf dem zweiten Platz und die UEFA auf dem dritten.

Wie auch immer, die Schweizer Fussballmannschaft hat sich sehr gut geschlagen. Aber zwei Spiele verloren. Jede Gründe die man zu finden sucht, sind wie bei jedem Sport irrrelevant. Diese Gründe können zwar angeführt werden, haben aber keinen Stellenwert in der Rangierung. Denn nur die Punkte, respektive die Tore zählen. Wer sie nicht macht, gewinnt nicht und wer nicht gewinnt hat nun mal ganz eindeutig verloren. Jede Ausrede mag schön klingen und Erklärungen liefern, aber erwirtschaftet auch nicht mehr Punkte. Darum liebe Schweizer, seid so sportlich, anerkennt uns selber immerhin als faire Verlierer und freut euch über den Sieg über Portugal. Anerkennt, dass wer die Tore nicht macht, sie kriegen wird und auch hat.

Dennoch, war der letzte Sieg der Schweizer ein schönes Trostpflaster und so appelliere ich an jeden Landesgenossen, geniesst die EURO in unserem Lande. Auch wenn, sie einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt.


Nächste Seite »