Jun 17 2008

Mathematik

Tag: VollzeitarbeitsloseAngro Muftuoglu @ 6:19 pm

Mathematik bedeutet „die Kunst des Lernens“ (altgriechisch) und beinhaltet das joglieren oder halt “rechnen” mit Zahlen und Formen (Kleine Anmerkung: Das Rechnen hat mit der Mathematik soviel zu zu wie die Druckertinte mit dem Journalismus.). Lustigerweise gibt es laut ‚wikipedia.org‘ keine allgemein anerkannte Definition des Wortes Mathematik. So wundert es auch nicht, dass gewisse Dinge der Mathematik uns in der Primarschule verboten werden. Wie zum Beispiel das Teilen durch Null. Das ist absolut verboten, hatte man uns eingetrichtert. Doch in höheren Schulen erfahren wir dann, dass das Teilen durch Null nicht verboten ist, sondern schlichtweg nicht definiert.

Die Mathematik ist im eigentlichen Sinne auch keine Naturwissenschaft, da sie nicht auf Beobachtungen oder Experimenten beruht. Dennoch versuchen jetzt Mathematikphilosophen (ja, so was gibt’s, unglaublich nicht… oder nicht definiert?) das Gegenteil zu behaupten. Da ich kaum auf zehn zählen kann, möchte ich in eine solche Diskussion nicht eingreifen. Dennoch möchte ich noch einen Satz von Jackob I. Bernoulli dazu zitieren: „Jede Wissenschaft bedarf der Mathematik, die Mathematik bedarf keiner.“ Naja, der Typ hat sich ja auch massgebend der Entwicklung der Wahrscheinlichkeitstheorie beigetragen.

Und da gibt es ja noch die sieben ungelösten Rätsel der Mathematik. Für die Lösung eines dieser Rätsel hat das CMI (Clay Mathematics Institute) jeweils eine Million Dollar in Aussicht gestellt. Ich möchte jetzt nicht jedes erklären, da selbst dies mein Verstand übersteigen würde, dennoch gebe ich eine kurze Auflistung:

  • Die Riemannsche Vermutung
  • Die Poincarésche Vermutung
  • Die Vermutung von Hodge
  • Die Vermutung von Birch und Swinnerton-Dyer
  • Problem aus der Optimierungstheorie (P=NP)
  • Die Gleichungen von Navier-Stokes
  • Die Gleichungen von Yang-Mills

Natürlich gibt es noch mehr ungelöste Rätsel der Mathematik, zum Beispiel die Frage ob es unendliche viele Primzahlenzwillinge (Primzahlen mit der Differenz 2) gibt?
Doch der Laie wird sich zurücklehnen und sich fragen, brauch ich diese Fragen um ein Bier öffnen zu können. Nein, aber vielleicht tragen die Lösungen dieser Rätsel zu einer optimierter Kohlensäureblasenmenge bei. Oder was auch immer.

Etwas habe ich aber schon in meinem eigenen Kosmos definiert, nämlich, dass die positive und negative Unendlichkeit mit der Null endet und folgende Gleichung stimmt.
1*0=0
1 =0/0

Oder…?

P.S. Sollte eine Mathematiker diesen Artikel lesen, so bitte bei meine Unwissenheit zu verstehen und diesen Artikel zu ingnorieren.


Apr 16 2008

Change Management

Tag: VollzeitarbeitsloseAngro Muftuoglu @ 10:08 pm

Heute absolvierten wir ein Simulationsspiel um das Change Management zu verstehen und lieben zu lernen. So am Rande, das Change Management beschäftigt sich mit dem Handling von Veränderungen. Naja, eigentlich ist das Spiel ganz was vernünftiges und auch sehr gut durchdacht. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass es sich um eine Simulation aus dem Hause Microsoft handelt. Dies sollte der Qualität des Spieles eigentlich kein Abbruch tun und hat es auch nicht getan. Aber meine lieben Mitschüler und ich waren so was von überfordert, dass wir in diesem Spiel schneller Geld verloren als man es drucken kann.

Es herrschten Zustände wie beim Dot-Com-Börsencrash. Jeder rief und fluchte. Eine verrückt gewordene Horde versuchte, dass RFC (Request for Change – Formular) mit Unterschriften vom Change Manager, Release Manager, Configuration Manager und einem sonstwas Manager zu füllen. Habt ihr verstanden um was es geht? Ja, ich auch nicht. Denn die Einführung in dieses Spiel war so knapp wie die Miniröcke der heutigen weiblichen Jugend. Somit schwammen hilflos im Strom der Changes  und unserer Simulierter Flughafen konnte keinen Flug mehr tätigen.

Aber eines muss ich zugeben. Mittlerweile habe ich verstanden, wozu dieses Change Management gut sein könnte. Entweder um ein solches Chaos zu verhindern oder zu erzeugen. Zum Glück war es erst die erste Runde und ich hoffe wir werden uns wohl für das nächste Praktikum etwas besser vorbereiten müssen.

Ach ja, Change Management kann auch mit den Zustand von Blau zu Nüchtern beschrieben werden.


Apr 07 2008

Ungerechte Benefits

Der unaufmerksame Leser wird bestimmt im übernächsten Abschnitt bemerken, dass der Schreibstil irgendwie anders ist, der Aufmerksame hats bereits unter dem Titel gesehen. Für alle andern: Hi, ich bin Violet. Einige kenn mich vielleicht aus Filmen wie “The Incredibles” oder “Die Unglaublichen”. Naja, bin jetzt etwas älter und darf drum auch bei querulant.ch posten.

Erst möcht ich natürlich mal meinem guten Freund Angro mein Beileid ausdrücken. Jaja, ist schon hart, wenn sich die komplette Technik verabschiedet. Tipp: Schmeiss mal einen von den vielen PCs an, die bei uns im Wohnzimmer gestapelt sind. Vielleicht funktioniert ja einer von denen noch…

So viel zum einleitenden geplänkelt, welches euch mit Sicherheit nicht wirklich interessiert hat. Für alle die hier noch weiter lesen, erst mal danke! Gerne möchte ich heute mal auf das Thema des Kapitalismus eingehen. Da hab ich mir doch glatt diesen voll edlen Job bei nem grossen Wirtschaftsprüfung- und -beratungsfirma geangelt. Da gefällts mir auch ganz gut, und die haben auch ne ganz liebe Receptionistin. Aber da beginnt auch schon das Problem. Während die Reception einmal pro Jahr nen kleinen Ausflug machen darf, schmeisst meine Abteilung nur so mit Geld für Teamevents um sich. Gerade letztes Wochenende waren wir etwa in nem Club und haben mal schnell € 3000.- versoffen. Ist doch cool, denkt ihr sicher. Ist es auch! Aber hier möchte ich eben auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam machen. Ich verdien locker n paar tausend mehr im Monat als die Receptionistin. Ich könnte es mir also definitiv eher leisten als sie, mich zu betrinken. Sie muss aber dafür zahlen, bei mir blächt die Firma.

Für alle die, die noch nicht kapiert haben, wo mein Problem ist, versuch ichs mal zu erklären. Klar geniess ich das gute Essen, die schönen Hotels und die vielen drinkings. Ich frag mich aber, weshalb unsere nicht studierten Mitarbeiter nicht auch von solchen Benefits profitieren können. Die Antwort ist so einfach wie frustrierend. Die Firma will uns bei der Stange halten. Sie erwarten von uns, dass wir jederzeit verfügbar sind, um die ganze Welt reisen und immer Höchstleistungen bringen. Die Receptionistinnen sind austauschbar.

Man sieht also, dass die Welt ungerecht ist. Die die haben, bekommen noch mehr, die Armen läst man hungern.  Und für alle die sagen um die ganze Welt zu reisen sei toll ist zu sagen: ein Hotelzimmer sieht immer etwa gleich aus, die Lieblingssender sind im TV nie zu finden und die Freunde sind weit weg. Was ist daran so toll?

Mal schauen, wie lange es dauert, bis ich wider zu den Armen gehören will, die Ihre Drinks selber bezahlen, diese dafür jedoch mit ihren Freunden geniessen, und in Zürich bleiben, dafür aber Dienstag Abend Doktor House kucken können.

So, ich muss. Der Roomservice hat grad mein Essen hingestellt, welches ich jetzt alleine mit Big Brother *würg* geniessen darf.


Feb 22 2008

Design Matters

Tag: VollzeitarbeitsloseAngro Muftuoglu @ 7:16 pm

Eigentlich ist primär egal was man verkauft. Die Frage ist eher das Wie. So kann man Gammelfleisch, durch den Fleischwolf jagen und Würste daraus machen und diese in einer schönen Packung verkaufen. Erst nach der Millionsten verkauften Wurst, wird vielleicht jemand auf den Inhalt aufmerksam. Ein Paradebeispiel ist Apple (bitte, ich möchte an dieser Stelle keinen Krieg entfachen, auch Apple hat seine Vorteile).

Auch das Gegenteil ist der Fall. So kann ein technisch ausgeklügeltes Produkt ohne die richtige Verpackung nicht an den Mann gebracht werden. Bei mir, gerade heute passiert. Wir haben eine Wissenschaftliche Arbeit abgegeben. Der Dozent meint: „Ungenügend, wenn man es mit den anderen Arbeiten vergleicht.“ Was wir zum Schluss des Gespräches mit ihm festgestellt haben, ist dass wir zwar technisch eine super Arbeit abgeliefert haben, nur die Dokumentation ist sehr schlecht. Vergleicht man aber mit den anderen Arbeiten, so ist der einzige Unterschied, dass wir zu wenige Screenshots gemacht haben.

Denn Screenshots sind super, vor allem wenn man sie farbig ausdruckt. Hallo? Naja, irgendwie stimmt es, anderseits bin ich der Meinung das eine Wissenschaftliche Arbeit, nicht das Niveau von einem Comic haben soll. Aber es wäre eigentlich zu beachten gewesen, dass ein Dozent der keine Ahnung von der Materie hat, lieber Screenshot-Sequenzen hat (mit einer Anleitung: Dann klicken Sie auf weiter und dann setzen sie dort einen Hacken) als Erklärungen zu einem komplizierten Code.

Wie auch immer, wir haben die Chance gekriegt, die Arbeit auf zu peppen und werden das Dokument nun mit Screenshots in den Gigabyte-Äther befördern.


Feb 22 2008

Semesterbeginn

Tag: VollzeitarbeitsloseAngro Muftuoglu @ 4:50 pm

Leider sind die Ferien schon wieder vorbei und das neue Semester hält Einzug. Es ist schwierig nach Partyferien den Bio-Rhythmus wieder in “Tag-Arbeiten und Nacht-Schlafen” zu bringen. Für mich war es auf jeden Fall so, dass ich mich wie ein Kind fühlte, dass im kalten Nass ausgesetzt wurde.

Nur war dieses kalte Nass ein riesiger Ozean und kein Land in Sicht. Und währe da irgendwo Land, auch dieses würde immer weiter weg rücken. So besteige ich mein knallrotes Gummiboot, welches mehr als schlecht schwimmt, Löcher mit Pflaster wenig motiviert repariert wurden und es mehr nach einer toten Qualle aussieht. Zudem habe ich überhaupt keine Erfahrung in der Seefahrt und der Navigator ist ertrunken.

Habe ich schon erwähnt, dass ich irgendwie keine Lust auf Schule habe? Denn mein Körper schreit schon jetzt nach einer Auszeit von den kryptischen Aussagen meiner Dozenten. Es ist nicht so, dass die Vorlesungen nicht interessant wären, aber wer mag sich schon morgens um acht Uhr in eine Vorlesung über Kryptographie oder Stochastik quälen? Ja genau, niemand. Und immer mehr drängt sich der Gedanke auf, dass was ich hier lerne, mir vielleicht in meiner Zukunft (also einmal in fünfzig Jahren), von Nutzen sein könnte. Aber bestimmt nicht mehr.

Hätte ich doch Journalismus oder irgendwas mit Physiologie studiert. Dann könnte ich mich wenigstens an den weiblichen Mitstudentinnen ergötzen, wenn mich der Anblick meines Dozent wieder mal ankotzt. Aber nein, ich muss ja was studieren, was nur Männer studieren.