Jan 20 2010

Nukular, das heisst Nukular

Tag: Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 4:13 am

Natürlich hat mich wieder einmal das beste Medium aller Medien zu diesem Artikel inspiriert. Also sitze gemütlich auf dem Sofa (mit einem Bier und einer Schüssel Wasabi Nüssen)  und amüsiere mich über eine Folge von Boston Legal. Für die Knalltüten, die diese Sendung nicht kennen: „Sie ist nicht besser als andere Serien, aber lustig, primitiv und nimmt das amerikanische Rechtsystem (okay, das der USA) gehörig auf die Schippe.“
So waren zwei Fälle das Thema der Sendung und beide waren recht interessant. Einerseits ging es um aktive Sterbehilfe und (jetzt haltet euch fest) eine kleine Insel von reichen Amerikanern möchten eine Atombombe, da sie nicht glauben, dass die US-Regierung sie beschützen kann.
Gerne würde ich in diesem Artikel auch auf die aktive Sterbehilfe eingehen, aber mit Dignitas und Exit im Lande scheint mir dies momentan fehl am Platz.
Deshalb werde ich wohl oder übel über diese Bombengelüste schreiben. Die Kläger (also diejenigen, welche die Bombe möchten) wollen durch ihre Klage aber eigentlich nur ein Zeichen setzen. Somit hat es mich zum Nachdenken gebracht.
Schätzungsweise besitzen die neun Atommächte der Welt (USA, Russland, Indien, China, England, Frankreich, Israel, Nordkorea und Pakistan) ca. 20‘000 Nuklearsprengköpfe. Dies reicht gerade mal um die gesamte Menschheit etwa zehnmal von der Erde zu fegen. Dabei möchte ich gerade dem Irrglauben entgegen sprechen, dass wir damit die Erde in die Luft jagen (oder ins All) können, ausser wir würden diese Sprengköpfe rein hypothetisch in der Mitte der Erde zünden. Es gibt aber noch einige Staaten bei denen ein Nuklarsprengkörperprojekt verfolgt wurde und sogar noch verfolgt wird. Kaum zu glauben ist, dass auch die kleine Schweiz Anlagen zur Anreicherung von Plutonium besass. Ich stelle mir gerade vor, dass die „neutrale“ Schweiz jetzt eine Atommacht sein könnte, die ganze Welt sich unterwirft und allen Käse mit Löchern aufzwingt.
Dennoch wurden Atomwaffen „nur“ in Hiroshima und Nagasaki eingesetzt. Diese Atomwaffen  waren allerdings im Vergleich zu heutigen Atomwaffen oder besser gesagt Kernwaffen harmlos. So hat die stärkste jemals getestete Kernwaffe, die sogenannte „Zar-Bombe“ der Russen, eine Sprengkraft von ca. 50 bis 60 Megatonnen. Die Hiroshima-Bombe hatte gerade mal die Sprengkraft von 13 Kilotonnen. Mar rechne… Das Problem (ich weiss, dies darf man so nicht schreiben) der Hiroshima war, das nur ein sehr kleiner Teil des Materials gespalten wurde und genau hier und bei noch ein paar Dingen liegt die Krux.
Bei einigen Ländern vermutet man die Entwicklung von Kernwaffen. Dennoch haben sie ein Problem: „Geld und ein wenig Technologie“. Hauptsächlich liegt das Problem beim Geld. So könnte fast jeder mit Physikabschluss eine einigermassen funktionierende Kernwaffe bauen (vielleicht im Rahmen der Hiroshima-Bombe oder etwas schwächer, aber ich denke wir sind uns einig, wenn dies auch „genug“ ist). Die Schwierigkeit ist das spaltbare Material herzustellen oder bei Wasserstoffbomben das Deuterium oder das Tritium). Zudem ist es sehr schwierig, dass sich dieses Material zum richtigen Zeitpunkt spalten oder vereinigt (fusioniert).
Langsam frage ich aber über was ich hier schreibe. Auf was ich hinaus will ist folgendes. Momentan hat sich die Politik für Kernwaffen geändert. So wird spaltbares Material auf den freien (den sehr freien) Märkten an Staaten oder Personen vermittelt, die besser keinen Zugang zu diesem Material hätten. Natürlich steht ausser Frage, dass niemand über solches Material verfügen sollte. Aber weder das Leben noch die Welt ist ein Ponyhof. Natürlich verstehe ich die Staaten, die auch gerne eine Kernwaffe als sogenannte „Verteidigungswaffe“ hätten. Allerdings ist dies nicht so einfach. Das atomare Wettrüsten hat zwischen den Grossmächten zu einer Pattsituation geführt. Niemand getraut sich den roten Knopf zu drücken, ohne die Apokalypse auf den Plan zu rufen.
Doch erhalten Staaten oder Personen die Macht über solche Waffen, über die keine Kontrolle gewährt werden kann (egal ob politisch oder religiös), so könnte dies in einem Desaster enden. Es macht Angst, dass jeder etwas bauen kann, was alles und jeden (ausser die Kakerlaken) vernichten kann.


Dez 27 2009

Die Welt von gestern

Tag: AlltäglichesAngro Muftuoglu @ 1:05 am

Kurzes Vorwort: Ne, bin nicht wirklich zurück, aber versuche wieder, ein bis zwei Beiträge zu schreiben….

Blickt man zurück, ist so mancher geneigt zu verlauten, dass früher alles besser war. Doch sollte man dieses Früher doch etwas differenzieren. So ist das Früher vor einer Stunde, nicht mit dem finsterem Mittelalter oder der Kreidezeit zu vergleichen. Für die Klugscheisser, nein, die Kreidezeit hat nichts mit der Kreide zu tun, aber diese Periode der Erdgeschichte war eindeutig vor der Erfindung des Füllers. Früher ist ein Wort, was viele Zeitalter umfasst. Gerne möchte ich dieses „Früher“ etwas, wenn auch nur etwas, einschränken auf die letzten 2000 Jahre.

Immer wenn jemand sagt, dass früher alles besser war, kann ich nur den Kopf schütteln. So beginnen wir mit dem Jahre Null, als ein langhaariger Hippie die Welt erblickte und im mittleren Alter eine Persönlichkeitsstörung  entwickelte. Er behauptete, dass er Gottessohn ist und Wunder vollbringt. Wohl eher, wenn er etwas tat, war es ein Wunder. Ja genau, als Jesus auf Erden oder Wasser wandelte war alles besser… Genau. Ach ja, vorher gab es ja noch dieser Noah, der mit seiner Arche alle rettete. Moment, nein nicht alle. Nur von jeder Tierart zwei Stück (ein männliches und ein weibliches Stück), seine Familie und zwei schwule Einhörner (Anmerkung der Redaktion „Die zwei waren sehr glücklich bis ans Ende ihrer Tage.“). So nebenbei winkte er den restlichen Lebewesen in den Fluten zu. Super, die christliche Mythologie ist geil. Junkies, Massenmord und Dinosaurier werden vergessen. => Früher war alles besser.

Wobei, die Zeit in den Höhlen ja der Spass gewesen sein muss, Kunst direkt an den Wänden (wie die heutigen Kleinkinder), das Fleisch wurde bis zur Erfindung des Feuers (oder sagen wir Entdeckung und Nutzung) roh gegessen und neben den Wölfen hatte man noch menschenähnliche Feinde (Welche später als Neandertaler klassifiziert wurde und heute wohl als „Unfall eines staatlichen Gen-Experiment“ bezeichnet würde.) => Früher war alles besser.
Für manchen ist es romantisch das Mittelalter zu erwähnen, wo edle Ritter die holden Jungfrauen vor „dem Bösen“ retteten und die Natur noch blühte. In der Tat waren die Ritter gerade in der Periode besonders aktiv, die man das dunkle Mittelalter bezeichnet. Deren Manieren siedelten sich noch immer in der Steinzeit an und die korrekte Bezeichnung war wohl eher „Raubritter“. Nach dem Beischlaf mit einer Jungfrau konnte man sich an einem Tripper erfreuen, den sie rein jungfräulich empfangen hatte. Gehörte man nicht zum Adel, konnte man sich die Übernachtungsmöglichkeit mit den Schweinen teilen, da diese die einzige Heizung im Hause war. Doch nicht jeder konnte sich so glücklich schätzen, überhaupt ein Schwein zu haben oder wie man heute sagt: „Schwein zu haben.“ Selbst als Adliger musste man in den stinken Katakomben einer Burg ausharren, wenn der Feind (oder Nachbar) sich wieder einmal für das verlorene Schachspiel rächte. Wurde man somit nicht vom Nachbarn getötet, so sorgte das Fallbeil auch für ein kurzes Leben. => Früher war alles besser.

Machen wir doch gleich einen Sprung ins zwanzigste Jahrhundert und lassen einige Pandemien und Versklavungen  hinter uns. Da hatten einige unserer Nachfahren, oder teils noch lebende Zombies das Vergnügen dem ersten Weltkrieg beizuwohnen. Neun Millionen Menschen liessen ihr Leben für die Spannungen zwischen den Grossmächten in Europa. Nun konnte man auch durch den massiven Materialeinsatz einer Industrie sterben, die heute ein eigener Wirtschaftzweig ist. Natürlich liess der zweite Weltkrieg auch nicht auf sich warten, bescherte uns 55 bis 60 Millionen Tote eine neue totale Massenvernichtungswaffe und dies alles weil ein Gartenzwerg zu machthungrig war. => Früher war alles besser

Danach wurde natürlich alles besser und der Schritt zu neuen Technologien, machte alles einfacher. So verbanden uns das Telefon, der Radio und der Fernseher. Wir konnten alles über die Krisen im Vietnam und am Golf erfahren und jeder wurde panisch, wenn in Amerika (welches nur ein paar tausend Seemeilen entfernt ist) die Märkte sich völlig konfus verhielten. Freude herrschte, als Roy Fielding und Tim Barners-Lee das HTTP-Protokoll zum Leben erweckten und der Sexindustrie eine neue Plattform bot. Schon bald konnten Kinder mit ihren potenziellen Vergewaltigern kommunizieren und kleine Stammesanführer werden zu riesigen Terrorgruppen sterilisiert und somit auch gezüchtet. Es zählt nur noch das Wort und Taten werden multinationalen Unternehmungen überlassen. => Früher war alles besser und bleibt heute auch noch so schlecht.

Früher war nicht alles besser, wir sind nur besser informiert. Niemand mehr kann das gesamte Datenvolumen im Internet abschätzen oder es filtern. So hat ein Terroranschlag die Wertigkeit eines umgefallenen Reisssackes. => Früher war…


Aug 28 2008

Auf in ein fernes Land

Tag: AlltäglichesRazi @ 4:06 pm

Diesen Samstag, gegen Mittag fliegen wir (mein Freund und ich) ab. Ab nach Bali.
Und das für einen ganzen Monat. Langsam aber sicher macht sich bei mir die Nervosität breit.
Bin ganz kribbelig und kann nicht still sitzen. Letzte Nacht fand ich keinen Schlaf und als ich ihn
gefunden habe, war er sehr unruhig.

Ich war noch nie so weit weg, bin noch nie solange geflogen. Logisch das man sich Gedanken macht.
Und dann kommen noch die Flugzeugabstürze von Passagierflugzeugen in letzter Zeit hinzu…
Natürlich schwirren mir auch andere Fragen durch den Kopf:

- Was wird mich erwarten?
- Halt ich 3 Wochen Wellensurfen aus?
- Wie schlimm wird der Muskelkater sein?  :-)

Naja, egal. Ich freue mich und kann’s kaum erwarten einfach mal weg zu sein,
weg aus der Schweiz, weg von der Arbeit und weg von den Leuten.
Was Neues erleben, Erfahrungen sammlen, andere Länder kennenlernen.

Und euch, euch allen wünsch ich darum einen wunderschönen September.
Tschüss und bis im Oktober!
*winke*


Aug 06 2008

Zeitschriften – machen mich kirre

Tag: AlltäglichesAngro Muftuoglu @ 6:19 am

Mein Kumpel war vor kurzem krank. So richtig krank. Er musste sogar ein paar Tage im Spital verweilen. Ich habe mir grosse sorgen um ihn gemacht, leider hatte ich jedoch nicht die Zeit um ihn zu besuchen. Zum Glück hat er noch ein paar Kollegen mehr, die ihn besuchen konnten. Diese hatten im um die Langeweile zu überbrücken ein paar Zeitschriften vorbei gebracht. Genauer, das CQ (Gentlemens’s Quarterly), InTouch, InStyle, FHM, und den Playboy.

Seit kurzem liegen diese Zeitschriften bei uns auf der Toilette. Natürlich konnte ich nicht den Drang unterbinden, die Zeitschriften näher zu begutachten. Ich habe als bald, die Zeitschriften grob zuordnen können. Da sind die Zeitschriften für Frauen und welche für Männer. Für eine Person, wie mich, ist es schwierig zu verstehen, dass es Zeitschriften für Männer gibt, die bei näherer Hinsicht auch für Frauen sein könnten und umgekehrt (sagt jetzt nicht ich sei altmodisch, naja, vielleicht neo-altmodisch).

Zuerst habe ich natürlich den Playboy in Augenschein genommen. Ich mag mich noch an die Zeit erinnern, als der Besitz eines Playboy-Magazins als cool galt. Ich hatte schon mehrere in der Hand (vielleicht zum Teil nur in einer ;-) ), aber die Erinnerungen daran sind ganz anders. Vornehmlich erwartete ich Bilder von schönen nackten Frauen und sinnfreie Texte über deren Sexualleben. Aber oh Schock, da werden grösstenteils neue Autos (die sich sowieso kein Schwein leisten kann) präsentiert und ellenlange Texte über etwas, was kein Mensch interessiert. Nein ehrlich, wer erwartet bei Playboy Niveau? Ich auf jeden Fall nicht. Also ich rede nicht vom Niveau der Texte oder einer sexuellen Anstössigkeit. Ich rede eher davon, wieso sich eine Zeitschrift Playboy nennt und nackte Körper auf dem Titelbild präsentiert, aber der Inhalt kaum mit der ehemaligen Ideologie was zu tun hat. Klar, man könnte sich auch eine Sex-Zeitschrift kaufen oder so, denn dort geht es so richtig zur Sache und man erhält was man will. Jedoch sind meine Erwartungen an den Playboy, der immerhin CHF 9.80 kostet, in keiner Weise erfüllt worden.

InStyle war das nächste Heft, welches ich mir verinnerlichte. Hmm… Wohl eher eine Frauenzeitschrift. Mode über Mode. Könnte auch sein, dass der Titel des Magazins verspricht, was es aussagt. Zu meiner Scham muss ich gestehen, dass eine genauere Ansicht mich nicht motivierte. Es ist ein Magazin, dass Frauen versteht (und wie so oft bei Frauen-Zeitschriften von Männern geschrieben). Tratsch hier, Beauty-Tipps hier, Diät-Pläne (die einem die Haare sträuben lassen) und natürlich Infos über die Stars der Welt. Kurzum: Überhaupt nichts für mich.

Das CQ hat mich mit seinem Cover natürlich sofort angesprochen und auch die Themen sich nicht von schlechten Eltern. Dennoch behandeln die Themen Dinge, die dem Normalsterblichen niemals den Weg kreuzen oder so belanglos sind, wie die Rückseite eines Rhinozeros. Gestört hat mich die Aufdringlichkeit der Style Tipps. Wie: „Seitliche Taschen auf Stoffhosen sind praktisch – finden Förster und Angler.“ Was wollen die Leute uns sagen? Verdammt. Wer sich nicht wohlfühlt in seinen Kleidern, kauft welche die ihm passen. Leute, hört nicht auf solche Magazine, sie verderben den Geschmack und der Charakter. Die Werbung suggestiert zudem, dass jeder Leser ein Millionär ist und sich einfach so, eine Armbanduhr für CHF 6000.- oder mehr leisten kann. Seid ihr Meschugge. Diese Zeitschrift ist nur für Personen, die meinen ein Gentlemen ist reich genug um einen solchen Schund zu glauben. Gentleman bedeutet viel eher, zu wissen was falsch und richtig ist und auch dazu zu stehen.

Es gibt da noch dieses Magazin InTouch. Das Klatsch-Magazin schlechthin. Nur schon der Titel: Ohne Tabus. Es gibt eine Vielzahl von Bildern mit Stars, abgebildet in peinlichen Situationen. So gilt aber auch schon ein gähnen in der Öffentlichkeit als beschreibungswürdig. Damned. Ich kann nicht mehr. So ein Schrott. Wer Gerüchte und andere Blödheiten mag, ist mit dieser Zeitschrift bestens bedient. Aber auch jener, der sein Kaminfeuer entzünden will. Natürlich etwas teuer und giftig, aber durchaus zweckdienlich.

Das Beste habe ich mir natürlich zum Schluss aufgehoben. FHM. Ausgeschrieben: For HIM Magazin. Wirklich lustig was die Autoren hier teilweise scheiben, allerdings nur Anfangs. Dann erfolgt ein Abklatsch der Werbe- und Klatschbelästigung, wie die anderen Magazine es auch als heiligen Gral ansehen. Dinge, die niemand kauft, da er es nicht brauchen und leisten kann. Uninteressante Stories über jemanden, von dem ich nur ein Porno- oder Hollywoodfilm (eigentlich dasselbe) kenne und mich ein Dreck interessiert. Ich muss trotzdem gestehen, dass die Mädels, in dieser Zeitschrift, ein schöner Anblick abgeben und es trotzdem das interessanteste Magazin aller Magazine (die auf dem WC liegen) war.

Zum Schluss muss ich gestehen, dass ich beim jedem Erleichterungsgang auf die Toilette mir eine solche Zeitschrift (irgendeine der fünfen) schnappe und mich über die Idiotie der Welt amüsiere. Was ich sagen will: Die Welt braucht mehr hochstehende Literatur in Zeitschritfen (z.b. Comics ;-) ) und noch mehr Zeitschriften, die die Idiotie der Menscheit dokumentieren. Jawohl.


Jul 11 2008

Lieben, Leiden & Leben

Um diesen Eintrag zu beginnen muss ich unbedingt ein paar Fragen stellen (Sorry):

Ist jeder Mensch dazu verdammt für immer allein zu sein? Was ist Liebe? Und was bringt Liebe? Bringt Liebe was, wenn man nicht zusammen sein kann? Wieso wird die Liebe immer so hoch gelobt, wenn Sie doch ganze Welten zerstören kann?

Zurzeit steh ich mit der Liebe auf Kriegsfuss. Extrem auf Kriegsfuss sogar. Am liebsten würd ich Liebe verbieten. Aus vorbei, nix da, Sie soll abhauen und zwar für immer und ewig. Keine Liebe, keine Gefühle, keine Probleme. Oder seh ich das falsch? Mein Problem ist, ich liebe. Und wie ich liebe. Ich liebe intensiv und wirklich. Und wie vorhin schon gesagt, genau DAS ist das Problem. Würden wir Menschen nicht lieben, wer alles viel einfacher. So leicht könnte das Leben sein. Ein weiteres Problem ist, auch ich werde geliebt. Und das auch noch von der Person die ich liebe. Und jetzt fragt ihr euch: Was hat die überhaupt für ein Problem? Sie sollte doch glücklich sein. Und nun zurück zur einten Frage: Was bringt Liebe wenn man Sie doch nicht ausleben kann, bzw. nicht zusammen sein kann? Meiner Meinung nach nix. Ok, es gibt verschiedene Liebe. Ich liebe auch andere Menschen, aber mit denen will ich nicht zusammen sein, ich will nur das Sie glücklich sind. Selbstlose Liebe? Wer weiss.

So und nun hab ich genug geklagt und gejammert. Ich liebe und ich leide. Wie tausend andere Menschen auf dieser Welt auch. Und das Leben geht trotzdem weiter… Und irgendwann gibt es eine Zeit in der ich entweder diese Liebe vergessen habe oder eine neue Liebe gefunden habe, die genauso intensiv ist, aber die auch funktioniert.

 


Jul 10 2008

Warnung: Das Leben kann tödlich enden!

Tag: Alltägliches, Gelaber in der ÖffentlichkeitAngro Muftuoglu @ 12:46 pm

Für alles das missbraucht werden kann das Leben zu gefährden oder gefährdet, werden entweder Schilder aufgestellt oder Verbote/Gebote proklamiert. So beschildert man Feuerzeuge, Fernseher, Wasserpistolen, Treppen und Handgranaten. Mit Sätzen die immer mit Achtung beginnen und mit einem Haftungsausschluss enden. Mal ehrlich, wie blöd muss ein Mensch sein um seinen Hund in der Mikrowelle zu trocknen und glauben die Hersteller ernsthaft, dass eine Solche Koryphäe der Idiotie des Alphabetes mächtig ist, um die Warnhinweise zu lesen? Ich denke zwar, dass einige der Hinweise durchaus Sinn machen, doch ein Raucher wird sich von einem Warnhinweis nicht abschrecken lassen.

In der Schweiz ist es seit kurzem so, dass das Militär den Soldaten und weiteren befiehlt ihre Taschenmunition im Zeughaus zu lagern um Mördern und Selbstmördern Einhalt zu gebieten. Diejenigen werden sich bei einer solchen Absicht aber kaum auf die Ordonanzwaffe beschränken um ihre Tat zu vollbringen (klar die Hemmschwelle kann mit einem Messer grösser sein).
So hatte ich letzthin mit einem Kollegen die Diskussion ob es nicht eigentlich egal ist ob die Waffe Zuhause oder beim Staat gelagert wird? Er hatte natürlich seine eigene spezielle Meinung dazu. So sollte seiner Meinung nach, jeder Bürger eine Waffe mit Munition zu Hause haben um sich gegen den „Staat“ erwehren zu können. Natürlich hatte ich hier nur Fragezeichen im Raum schweben sehen können, doch er begründete dies damit, dass der kleine querulantische Mob ansonsten keine Chance gegen die Staatsgewalt hätte. Mittlerweile war ich eine fragwürdige Miene aufgesetzt, dass er die Diskussion abbrach und weiter an seinem Bier nippte. Deshalb sollte ich auch diesen Abschnitt beenden.

Es ist trotzdem fast amüsant, durch welchen Schilderwald und Beschriftungswahn wir jeden Tag begegnen. Reichen diese Schilder einem aufmüpfigen Politiker oder Bürger nicht aus, so wird ein Gesetz erwirkt, anstatt den gesunden Menschenverstand walten und schalten zu lassen. Klar, es gibt immer wieder solche die über keinen Verstand verfügen oder einen der annähernd als Gesund bezeichnet werden kann.

Der Mensch hat im Alltag so viele Gebote und Hinweise zu beachten, dass er sie mehr und mehr ignoriert. Viele Christen haben sogar Probleme mit ihren eigenen Geboten (die ja nur zehn sind). Wir werden mehrheitlich von der Gesetzgebung und den Gefahrenhinweisen überfordert und ich kenne niemanden der tatsächliche alle Gesetze und Hinweise befolgt.

Eigentlich wäre es aber gar nicht so eine blöde Idee, jedem Menschen ein Schild umzuhängen mit Warnhinweisen über seine Person. Schnelle, nein alle Autos sollten verboten werden, da diese Raser fördern, Computerspiele, weil sie süchtig machen können und das Leben, da es tödlich endet. Am besten wir verbieten alles und schlucken jetzt unsere Kapsel Zyankali.


Jul 09 2008

Stirb der Blog?

Tag: Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 9:17 am

Vielleicht hat der geneigte Leser es bemerkt, einmal wird viel geschrieben und dein anderes Mal nicht. Es ist so, dass ich nicht immer dasselbe Bedürfnis erfahre, meine halbwegs intellektuellen (nein, sie sind nicht intellektuell) Threads und Erfahrungen loszuwerden.

Der Blog wird auf keinen Fall sterben, aber ich möchte gerne meine Geschichten und Ideen in längeren Abhandlungen niederschreiben und so kann es sein, dass der Blog darunter leidet.

Ich hoffe auf meine Mitstreiter (Razi und Violet), dass sie auch etwas mehr für diesen Blog arbeiten und nicht meist der Name Angro der Ersteller von Threads ist.


Jul 08 2008

Frage

Tag: Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 12:53 am

Nur ganz kurz. Welches Openair soll ich besuchen, das „Frauenfeld“ oder das „Free for Peace“. Das „Frauenfeld“ kostet etwa das Dreifache des Eintrittes für das andere Openair, aber die meisten Kollegen gehen an das „Frauenfeld“. Wohin soll ich bloss gehen?


Jul 07 2008

Umbruch

Tag: Alltägliches, Keine AhnungAngro Muftuoglu @ 5:16 am

Ein Umbruch ist die plötzliche oder auch langwierige Änderung des momentanen Zustandes. Er kann geplant oder spontan eintreten und kann die Folgen einer Revolution (ja, eine Revolution ist auch ein Umbruch) oder Nichts und überhaupt Nichts bedeuten.

Wichtig ist zu wissen, dass jede Tätigkeit eines Daseins und Nichtdaseins (z.B. ein Stein) Folgen oder ein Umbruch Auswirkungen hat. Man erinnere sich an den Schmetterling der einen Tornado auslösen kann. Klar, der Schmetterling bewirkt kein Tornado, aber ein einziger Flügelschlag kann einen solchen auslösen (sozusagen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt). Auch ein Stein kann eine solche Wirkung haben, so können seine Position und seine Festigkeit über das Entstehen einer Lawine entscheiden. Glaube also nicht, dass du mit Nichtstun nichts auslöst. Etwas radikal gesagt, kann ein Baby, dass bei der Geburt oder im Mutterleib stirbt oder überhaupt nicht entsteht, Dinge beeinflussen, die entweder passieren oder nicht. Jede Handlung und „Nicht-Handlung“ veranlasst die Umgebung, die Personen, das Universum zu einer Reaktion. Demzufolge heisst es nicht Aktion gleich Reaktion sonder Aktion und „Nicht-Aktion“ gleich Reaktion (=> Reaktion ist hierbei aber auch die „Nicht-Reaktion“). Hierbei könnte ich noch auf virtuelle Quanten hinweisen, die plötzlich Real werden können, doch dies geht zu weit und der ganze Abschnitt ist nicht Thema meines Threads (auch wenn er einige Zeilen einnimmt).

Wie auch immer. Ich befinde mich gerade in einem sogenannten Umbruch. Ich sollte mich neu orientieren und neu organisieren. Doch frage ich mich, ob diese Neuorientierung mit meiner Vorstellung meiner Zukunft zusammenpasst und ob ich überhaupt eine Vorstellung habe. Nun, ich möchte etwas anderes als mein jetziges Dasein, dennoch ist die Frage üblich, ob ich diesen Umbruch überhaupt ertragen kann. Um die Wahrheit zu sagen, die neuen Gleise sind verlegt, die Weichen sind beinahe geschaltet.
Wird mich der Zug in das Land wo Milch und Honig fliesst führen oder in den üblichen Verdruss? Werde ich weiterhin im Gleichschritt mit der Gesellschaft gehen oder schwimme ich eigentlich schon immer gegen den Strom? Wird die Welt morgen mit meinem Umbruch genauso aussehen oder ist es sowieso die Frage der Sicht?

Fragen über Fragen. Doch das Leben ist schlussundendlich mein Leben, mein Traum und alles und nichts. Ich werde entscheiden, wie ich das Leben und die Welt sehe und wie sie sein wird. Es ist alles nur mein Gedanke, meine Entscheidung und mein Empfinden. Klar kann jeder sagen: „He ich bin auch noch da, denke auch an die Anderen!“, aber beeinflussen sollte mich dies nicht.

So werden ein Heilliger zum Sünder und ein Terrorist zum Kämpfer des Guten. Es wird alles zur Ansichtssache, die Sicht meiner selbst und ein Umbruch zur geraden Linie meines Selbst. Denn diese Linie kann für einen anderen als Schwankungen aufgefasst werden, doch für mich ist es mein Leben und meine Bestimmung, deren Kontuität und Geradlinigkeit niemand anders als ich bewerten und erfassen kann.


Jun 20 2008

Richtiger Mann

Tag: AlltäglichesAngro Muftuoglu @ 5:53 am

Mal ehrlich meine Herren, wer soll ein richtiger Mann sein? So ein muskelbepackter, schnulziger, eiskalter, liebevoller Neo-Hollywood-Filmstar- und Dolce-Hilfiger-Boss-Model-Mann? So einer der alles kann, den Frauen die Wünsche von den Lippen liest und trotzdem so stark ist, um mit seinem Ego den „Worldleader“ zu beindrucken? Einer der Herzen nicht bricht und trotzdem noch die Zeit hat die Welt zu retten? Ein Mann, der sich liebevoll um die Kinder kümmert und dennoch jeden seiner Kollegen unter den Tisch säuft (nur um nachher mit seiner Freundin/Frau noch shoppen zu gehen).

Gibt es den? Nein… Deshalb hab ich wieder einmal für euch TV geguckt und mein Vorbild (aus meiner Jugend) wiedergefunden. Ja genau, es ist der Homer-Bundy-American-Familiy Mann. Derjenige, der darauf scheisst, was die Weiber wollen. Derjenige, der über hunderte von Arten kennt, sein Bier zu öffnen und sich auch über jede Art der Bieröffnung freut. Er ist das Schwein, das sich so fühlt wie es ist und sich auch nicht dafür schämt. Ihm ist scheissegal was die Familie will (besonders die Familie der Frau) und warum sie auch ausgestorben ist. Er erfreut sich an Kleinigkeiten wie Chips, Bier (schon wieder) und Sex (nur Sex). Ach hab ich Autos und Fussball (naja, sagen wir lieber Hockey) erwähnt? Er ist das starke Geschlecht und erobert Länder und Bartresen im Handumdrehen. Für ihn ist das Vorspiel, das Saufgelage mit seinen Freunden und anderen Unbekannten. Shoppen ist für ihn, dass was… auch wir wissen nicht was shoppen ist. Wir gehen in einen Laden und gehen einkaufen (maximale Aufenthaltszeit: 5min => aber nur wenn die Verkäuferin dicke Möpse hat). Er ist derjenige, der dickere Eier hat als die Welt und Falten ein Ausdruck von Charakter sind.

Er ist aber auch derjenige, dem der Abschnitt oben sehr leid tut und für die holde Weiblichkeit lieber dem Abschnitt ganz oben entsprechen würde.


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